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DIE KANAILLE

DIE KANAILLE

Lange Haare, schöner Mund,
große Augen, tiefer Schlund,
kleines Naschen, Grübchenkinn,

toller Busen, Wespentaille,
spiegelt sich der Widersinn,

wenn es geht um die Kanaille!

 

Enges Top und kurze Röcke,
Rendezvous und geile Böcke,
roter Samt und Latex-Laken,

Neonlicht und grelle Typen,
hat die Sache einen Haken,

kostet Böcken viele Piepen.

Dunkle Häuser, rotes Licht,
nackte Körper, kaum Gewicht,
Mädchen mit besond' ren Reizen,

locken schon seit vielen Jahren,
brauchen nur die Beine spreizen,

um das Flirten sich zu sparen.

Zartes Fleisch und lange Beine,
hohe Stiefel, Lederleine,
Eisenfessel und Manschetten,

Minislips, die alles zeigen,
legt sie Männer an die Ketten,

und läßt deren Blutdruck steigen.


Männerkörper, durchgerüttelt,
das Organ wird wachgeschüttelt,
Blut wallt auf, beginnt zu kochen,

weggespült wird schnell das Denken,
beim Versuch, rasch einzulochen,

kann er sich die Ratio schenken.

 

Wilde Nächte, zarter Morgen,
müde Lenden, große Sorgen,
Unheil macht im Kopf sich breit,

es gemahnt zur schnellen Eile,
treibt ihn doch die Eitelkeit,

weg von dieser Lust-Kanaille!
                                                                        Franz J. Stiefsohn

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